HNO Dr. Kürsten

Kinder

Ich sehe mich nicht als Konkurrent zum Kinderarzt, sondern möchte mein Wissen und meine erfahrung als HNO Arzt bei der Behandlung von Erkrankungen im HNO Bereich zur Verfügung stellen. Gerne arbeite ich hier mit dem Kinderarztes Ihres Vertrauens zusammen.

Infekte

Acht bis zehn Infekte im Jahr sind im Kindergartenalter normal. Selten sind Antibiotikagaben erforderlich.

Ohrenschmerzen

Häufig sind vor allem kurz dauernde und wiederkehrende Ohrenschmerzen nicht durch eine Mittelohrentzündung sondern durch eine Belüftungsstörung des Mittelohres verursacht, die, wenn sie länger besteht, auch zu einer Ansammlung von Flüssigkeit hinter dem Trommelfell und damit zu einer Hörverschlechterung führen kann.

Auch wenn die Ohrenschmerzen auf eine akute Mittelohrentzündung zurückzuführen sind, muss nicht in jedem Fall eine Antibiotikabehandlung erfolgen Oft reichen am Beginn schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente, die Sie Ihrem Kind schon in der Nacht wenn die Ohrschmerzen oft erstmals auftreten geben können, um die Zeit bis zum Besuch des Kinder- oder HNO-Arztes zu überbrücken.

Halsschmerzen

Bei Mandel- oder Rachenentzündungen gibt ein von mir in der Ordination durchgeführter Streptokokken-Schnelltest sofort Auskunft, ob ein Antibiotikum eingesetzt werden soll.

Hören

Baby-Hörtest

Ein normales Gehör ist für die Sprachentwicklung der Kinder Voraussetzung. Es ist daher wichtig, Beeinträchtigungen des Gehörs rechtzeitig zu erkennen, da sie sich erfolgreich korrigieren lassen.

Die Untersuchung wird bei Kindern, die im Privatspital Goldenes Kreuz geboren werden, von mir bereits in den ersten Lebenstagen vorgenommen. Sollte diese Untersuchung bei Ihrem Kind nicht gemacht worden sein, können Sie dies in meiner Ordination nachholen. Der Baby-Hörtest ist schmerzlos in wenigen Sekunden am besten am schlafenden Kind durchzuführen. Das Ergebnis wird im Mutter-Kind-Pass eingetragen. Sollte es im zweiten Lebensjahr zu einer verzögerten Sprachentwicklung kommen ist eine neuerliche HNO-Untersuchung erforderlich.

Hört mein Kind schlecht oder folgt es nicht?

Im Kindergartenalter kommt es häufig zu Hörstörungen durch eine Belüftungsstörung des Mittelohres. Manchmal bildet sich dann eine Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, die, wenn sie länger nicht verschwindet, Probleme bei der Sprachentwicklung, Verhaltensauffälligkeiten und schließlich sogar Schäden im Mittelohr verursachen kann.

Durch eine einfache Untersuchung des Ohres mit dem Mikroskop und eine Tympanometrie (schmerzlose schnell durchzuführende Untersuchung der Beweglichkeit des Trommelfelles und der Druckverhältnisse im Mittelohr) lässt sich feststellen, ob ein größeres Belüftungsproblem besteht. Je nach Alter und "Reife" des Kindes, lässt sich schon ein richtiger Hörtest mit Kopfhörern machen, oder man greift auf den "Baby-Hörtest" zurück, bei dem eine Mitarbeit des Kindes nicht erforderlich ist. Meist lässt sich das Problem der Belüftung einfach beheben, manchmal ist auch ein kleiner Eingriff nötig.

Operation

Mein Kind soll operiert werden. Ist das wirklich nötig?

(Gaumen-)Mandeln (Tonsillen) und Polypen (Rachenmandeln/Adenoide) sind Teil des Immunsystems.

Die Polypen liegen im Raum hinter der Nase (dort, wo die eustachische Röhre beginnt, über die unsere Mittelohren belüftet werden). Sind sie zu groß, kann Ihr Kind nicht mehr ausreichend durch die Nase atmen und es kommt in Folge auch zu wiederkehrenden Mittelohrentzündungen bzw. Belüftungsproblemen mit Hörverschlechterung. Andere Zeichen für zu große Polypen sind Mundatmung (was unter anderem zu Zahnfehlstellungen führen kann), häufige Infekte und Husten.

Nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung lässt sich feststellen, ob eine Operation sinnvoll ist und die natürlich bestehenden Ängste der Eltern lassen sich in einem ausführlichen Beratungsgespräch meist beseitigen.

Sollte sich zum Zeitpunkt der Operation Flüssigkeit im Mittelohr befinden, lässt sich diese durch einen Trommelfellschnitt (Parazentese) leicht absaugen. Dadurch kommt es sofort zu einer Hörverbesserung. Die winzige Lücke schließt sich meist innerhalb einer Woche. Solange sollte kein Wasser ins Ohr gelangen. Auf das Einsetzen von "Röhrchen" kann meistens verzichtet werden, da ja mit der Entfernung der Polypen die eigentliche Ursache der Belüftungsstörung beseitigt wird.

Die Gaumen-Mandeln stellen viel seltener ein Problem, das eine Operation nötig macht, dar.

Nur wenn sie zu schwerer Atembehinderung (manchmal sogar mit nächtlichen Atemstillständen) führen oder wenn es sehr häufig über einen längeren Zeitraum hinweg zu Entzündungen kommt, ist es nötig, die Gaumen-Mandeln zu verkleinern oder nach dem sechsten Lebensjahr komplett zu entfernen.

Kontakt

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Singen

Gibt es das normale Stimmband?

Die Vorstellung vieler Patienten, aber auch mancher Ärzte, dass jedes gesundes Stimmband gleich aussieht, ist leider falsch. Es gibt Veränderungen, die für einen Patienten normal sind und mit denen er an den besten Opernhäusern der Welt jahrelang singen kann, die aber für einen anderen Patienten ein Problem darstellen, das sogar operativ behoben werden muss. So gelingt es durch rechtzeitige Dokumentation des persönlichen "normalen Stimmbandes" oft, Patienten unnötige Eingriffe zu ersparen, die nur vorgenommen würden, um das Stimmband wie im Lehrbuch aussehen zu lassen.

Viele meiner Patienten kennen ihr Normalstimmband (manche haben sogar ein Foto davon) und können so Ärzten in allen Teilen der Welt (wo immer sie gerade zu singen haben) helfen, die richtige Diagnose zu stellen.

Singen ist Sport

Stimmbänder (=Stimmlippen) sind Muskel, die mit Schleimhaut überzogen sind. Beim Sprechen und Singen werden die Stimmbänder, die wie ein Deckel auf der Luftröhre liegen aus der geöffneten Position (Respiration) in der Mitte zum Schließen gebracht (Phonation). Durch die Schwingungen entsteht dann der "Stimmklang". Oberhalb der Stimmbänder (Kehlkopf, Rachen, Mund) werden dann durch Resonanz bestimmte Frequenzen aus dem Klanggemisch verstärkt und die unterschiedlichen Vokale geformt.

Wie bei jedem Sport kommt es darauf an, die richtige Kombination aus Kraft und Technik zu finden, um ein Maximum an Energie (Stimme) zu erzeugen.

Als "Sportarzt für Stimmbänder" behandle ich Erkrankungen, die die Stimme betreffen, versuche, Probleme beim Gebrauch der Stimme rechtzeitig zu erkennen, helfe meinen Patienten, Fehler zu vermeiden bzw. zu korrigieren und stehe beratend zur Seite, wenn es darum geht zu entscheiden, ob die geplante Vorstellung trotz Erkrankung absolviert werden kann oder doch lieber ein "Cover" einspringen sollte.

Eignungsuntersuchung für Gesang und Schauspiel

Vorweg: Es ist in den meisten Fällen nicht möglich, am Beginn einer Ausbildung zum Schauspieler oder Sänger zu beurteilen, ob hier die nächste Callas oder ein zum Scheitern verurteilter Unbekannter vor mir sitzt. Erst im Lauf der Zeit zeigt sich, ob das, was vorhanden ist, durch Training soweit optimiert werden kann, dass es für den Beruf eines Sängers oder Schauspielers reicht. Aber: Es macht auf jeden Fall Sinn, den Stimmapparat am Beginn einer Schauspiel- oder Gesangskarriere zu untersuchen, den individuellen Normalbefund zu dokumentieren und an Hand von Veränderungen (positiv wie negativ) beratend und korrigierend zur Seite zu stehen.

Stimmbandoperation

Viele Patienten haben große Angst vor einer Stimmband-Operation. Sehr oft lässt sich ein Eingriff auch durch sogenannte konservative Maßnahmen (Medikamente, Stimmtraining etc.) vermeiden. Es ist ein leider weit verbreiteter Irrtum, dass jedes Stimmband so wie im Lehrbuch auszusehen hat und groß ist das Entsetzen, wenn das Stimmband nach einer Operation zwar schön aussieht, die Stimme aber gar nicht mehr so schön klingt!

Natürlich gibt es Fälle, in denen eine Operation die einzige und manchmal auch leichteste Möglichkeit, ein Stimmproblem zu lösen, darstellt. Gerade bei Sängern, die ja "Stimmbandspitzensportler" sind, kommt es oft durch Überlastung, mangelnde Regeneration bei vollem Terminkalender oder weil man Krankheiten nicht auskurieren zu können glaubt, zu Veränderungen am Stimmband, die sich nur mehr operativ beseitigen lassen.

Wenn Patienten, die vor einer Stimmband-Operation stehen wüssten, wie viele großartige Sänger einen derartigen Eingriff hinter sich haben, wären sie sicher zuversichtlicher. Aber anders als im Spitzensport werden derartige Eingriffe meist nicht bekannt, da sie zu Unrecht als Schwäche, als Folge falscher Technik oder als das sich abzeichnende Ende einer Karriere betrachtet werden.

Seien Sie also beruhigt, wenn Ihnen ein derartiger Eingriff nicht erspart bleibt. Die Operation erfolgt schmerzfrei in Vollnarkose und ist gefolgt von ca. einer Woche absoluter Stimmruhe. Danach ist die Stimme normal belastbar, Sprechberufe benötigen vielleicht ein paar zusätzliche Tage Stimmaufbau und Opernsänger stehen im Allgemeinen nach einigen Wochen wieder auf der Bühne.

Die Operation wird von mir im Privatspital durchgeführt. Sollte Ihre Versicherung die Kosten dafür nicht übernehmen, berate ich Sie gerne, an welche Abteilung Sie sich im Einzelfall am besten wenden.